
Kronen Zeitung
JOHANNES HOFF THORUP
Rapid: Neuer Cheftrainer ist da, Kulovits weg
Knapp vor zehn Uhr betrat er den Medienraum im Hütteldorfer Allianz Stadion: Rapids neuer Trainer ist da! Johannes Hoff-Thorup wurde am Mittwochvormittag offiziell vorgestellt. Gleichzeitig wurde bekannt gegeben, dass Stefan Kulovits nicht mehr dem Trainerteam angehört.
Kulovits, laut Sportchef Markus Katzer „ein hochloyaler Mensch“, habe nach intensiven Gesprächen selbst den Wunsch geäußert, nicht mehr Teil des Trainerteams sein zu wollen. Auch Daniel Seper ist nicht mehr als Co-Trainer aktiv. Chefcoach Hoff Thorup bringt einen Assistenten mit, Luka Pavlovic bleibt in seinem Team, Jürgen Macho bleibt Torwattrainer.
„Bin froh, hier zu sein“
Hoff Thorup startete seine Präsentation dann mit den Worten „Herzlich willkommen! Ich bin froh, hier zu sein.“ Es waren die einzigen Worte, die er auf Deutsch sprach. „Der Rest wird Englisch sein“, ließ er wissen. Er verstehe Deutsch gut und werde bald öfter auch selbst Deutsch sprechen. Der 36-Jährige erklärte, er habe „ein wirklich, wirklich gutes Gefühl“ bei Rapid: „Das Projekt des Klubs ist wichtiger als der Name. Es geht um die Menschen hier im Klub. Es ist wirklich aufregend und ich kann es kaum erwarten, mit der Arbeit loszulegen.“
Apropos Sprache: Fußball sei ein internationales Business, „die Hauptsprache ist überall Englisch, das wird auch so bleiben. Aber ich werde herausfinden, wie ich Spieler unterschiedlicher Kulturen mit unterschiedlichen Sprachen am besten erreiche“, so der Cheftrainer. Sein neuer „Co“ spreche etwa fließend Türkisch, was diversen Spielern auch helfen werde. „Noch einmal: Fußball ist ein internationales Geschäft, und ich glaube, dass ich darauf vorbereitet bin.“
„Viele Chancen, viele Tore“
Ballbesitz, gutes Positionsspiel, Chancen kreieren – das seien die Schlagzeilen bezüglich der Spielphilosophie, für die er als Trainer steht, für die aber auch der Klub stehe. „Dahinter verbergen sich viele Details“, so Hoff Thorup. Diese zu erarbeiten, sei seine Aufgabe: „Aber im Grunde will ich eine Mannschaft trainieren, die viele Chancen kreiert und viele Tore erzielt.“ Die Spieler, mit denen er in Hütteldorf arbeitet, hätten jedenfalls das Potenzial, um mit dieser Philosophie klarzukommen.
Kein Problem mit Erwartungen
Mit den großen Erwartungen bei Rapid habe er kein Problem, erklärte der Neo-Chefcoach. „In einem großen Verein mit einer großen Geschichte wird die Erwartungshaltung immer hoch sein“, so Hoff Thorup: „Ich werde die Erwartungen sicher nicht nach unten schrauben. Sonst wär‘s ja langweilig. Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass sich die Spieler aufs Fußballspielen konzentrieren können und der Druck nicht zu groß für sie wird. Aber wenn‘s keine Erwartungen gäbe, wäre ich nicht hier.“
Hoff Thorup ist der erste Skandinavier, der in der langen Vereinshistorie diese Position beim SK Rapid innehat. Der Däne war bereits ab 2012 in seiner Heimat als Jugendtrainer engagiert und startete im Sommer 2021 als Assistenztrainer beim FC Nordjælland seine Tätigkeit als Coach im Profifußball. Nach eineinhalb Saisonen übernahm er beim nahe der Hauptstadt Kopenhagen beheimateten Erstligisten von Fleming Pedersen, der zum Technischen Direktor aufstieg, das Amt des Cheftrainers. Nordjælland wurde Vizemeister und schaffte in der Folgesaison den Einzug in die Conference-League-Gruppenphase.
Von Nordjaelland wechselte der heute 36-Jährige die Insel und übernahm Norwich City in der englischen Championship. Die Wege trennten sich nach 47 Pflichtspielen im April 2025.
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Bild: APA/HELMUT FOHRINGER
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